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Therapie

Therapie Zumeist bedeutet die Diagnose: "Magenkarzinom" die Indikation zu einer chirurgischen Intervention. Selbst bei lokal fortgeschrittenen Tumoren, die nicht mehr komplett entfernt werden können, führt die palliative Resektion zu einer Verbesserung der Lebensqualität. Unter der Voraussetzung von wirksamen chemotherapeutischen Maßnahmen kann sich dieses Konzept in der nächsten Zeit ändern.

Behandlung der Präcancerosen

Unter einer echten Präcancerose wird eine Veränderung verstanden,

 
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auf dessen Boden sich innerhalb einiger Jahre, mehr oder weniger obligat, ein Karzinom entwickelt. Für den Magen hat dabei das echte Adenom und die sogenannte "borderline lesion" (flat adenoma) Bedeutung. Eine Schleimhautresektion kann auch endoskopisch durchgeführt werde. Veränderungen bis zu 2 cm Größe werden dabei mit einer Kochsalzlösung unterspritzt, mit einer stromführenden Schlinge gefasst und abgetragen. Kleine verbliebene Polypenreste könne auch mit Laser oder neuerdings mit einem Argon-Beamer oberflächlich zerstört werden. Vor allem japanische Chirurgen können bereits mit großem Geschick, eindrucksvoll und sicher große Schleimhautareale entfernen.
Die in der Regel flach im Antrum aufsitzende Borderline lesion sollte primär durch eine Magenresektion (2/3 Resektion nach Billroth) angegangen werden.

Moderne Behandlungsstrategien

Das operative Konzept wird von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Tumorgröße und Ausdehnung
  • Sitz des Karzinoms
  • Histologischer Typ (nach Lauren)
  • Allgemeinzustand des Patienten

    Dabei muss bei dem operativen Vorgehen nicht nur der Resektion des Magens, sondern auch der radikalen Entfernung der lokalen Lymphknoten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da die Ausbreitung des Magentumors nicht nur kontinuierlich in die Umgebung, sondern vor allem über den lymphatischen Abflussweg erfolgt.

    Für kleine Tumore im Bereich des Magenausganges kommt die, bereits Ende des 19 Jahrhunderts beschriebene 2/3 Resektion des Magens, in Frage. Zumeist ist jedoch eine subtotale oder totale Gastrektomie (Magenentfernung) erforderlich. Der Magen wird durch eine hochgezogene Dünndarmschlinge ersetzt, die mit der Speiseröhre verbunden wird. Bei Tumoren oberhalb und unmittelbar des Mageneingangsbereiches ist gegebenenfalls außerdem die Entfernung der Speiseröhre erforderlich.

    Das Risiko der Magenresektion liegt neben allgemeinen Risikofaktoren vor allem in der Verbindung (Anastomose) der Speiseröhre mit der hochgezogenen Dünndarmschlinge. Von 3 bis über 20 Prozent reichen die Angaben über Heilungsstörungen (Insuffizienz) der Anastomose, wobei vor allem eine Durchblutungsstörung als Ursache angenommen wird. Die Therapie einer Insuffizienz besteht in einer suffizienten Drainage (Entlastung). Bei kleineren Leckagen ist unter Umständen eine CT-gezielte Drainage ausreichend. In Lokalanästhesie wird bei diesem Verfahren ein Drain unter radiologischer Kontrolle durch die Haut punktgenau bis zur Anastomose geführt. Auch endoskopische Verfahren mit dem Ziel die Lücke zu Verkleben können in Einzelfällen mit gutem Erfolg angewendet werden. In allen anderen Fällen ist eine neuerliche Operation erforderlich, wobei die Prognose durch die entzündliche Umgebungsreaktion des Bauchfells bestimmt wird.

    Chemotherapie und Strahlentherapie

    Zusätzliche Therapiemaßnahmen ergeben sich bei speziellen Indikationen durch den Einsatz der Chemotherapie und der Radiotherapie. Eine adjuvante Therapie (nach radikaler Operation) konnte bei zum Teil erheblichen Nebenwirkungen bisher keinen Vorteil nachweisen. Neue Präparatkombinationen stehen aber in klinischer Prüfung.
    Grundsätzlich besteht bei einem primär inoperablen oder metastasierten Magenkarzinom die Indikation zu einem der bisher etablierten palliativen Therapieverfahren (FAMTX, EAP). In Einzelfällen kann durch eine frühzeitig vor der Operation begonnene Chemotherapie (neoadjuvant) ein lokal fortgeschrittener, primär nicht sicher komplett entfernbarer Tumor derart verkleinert werden, dass im Anschluss eine radikale Operation ermöglicht wird.

    Der postoperative Einsatz der Strahlentherapie (Bestrahlung des Tumorbetts) ergibt keine sicheren Vorteile. Doch scheint die intraoperative Applikation von 20 bis 40 Gy auf das Tumorbett eine Verbesserung der Prognose zu bewirken. Moderne Operationsräume sind heute bereits derart konzipiert, dass dem Konzept der intraoperativen Bestrahlung Rechnung getragen werden kann.

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