Medizinische Fachausdrücke werden unter Service im Online Worterbuch erklärt.
 
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Therapie

Symptome In einem Endoskop sind mehrere dünne Kanäle angeordnet, wodurch kleine Zangen oder Kanülen vorgebracht werden können. So ist es möglich durch gezielte Injektionen mit speziellen Lösungen eine Blutstillung zu erreichen. Klingt einfach, ist aber im akuten Blutungszustand durch die beeinträchtigte Sicht zumeist schwierig. Die Verödung (Sklerosierung) der Blutungsquelle wird durch Injektionen neben den erweiterten Venen (paravasal) sowie auch direkt in die Venen (intravasal) erreicht.

 
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Das Skerosierungsmittel führt zunächst zu einem Gefäßverschluss und im folgenden über eine entzündliche Reaktion der Speiseröhrenwand zu einer Narbenbildung. Bei dem Eingriff wird nicht nur das blutende Gefäß, sondern zumeist auch die anderen Varizen behandelt. Diese Therapie erfolgt stationär, eine Kontrolle ist nach einigen Tagen erforderlich. Bei Sistieren der Blutung ist der weitere Therapieerfolg von der Drucksenkung im Pfortaderkreislauf abhängig.

Uhu für Varizen

Besonders große Varizen können durch Sklerosierung nicht gestillt werden. Durch die gezielte Injektion von einem "Klebstoff" (z.B. die Mischung aus Histoacryl und Lipiodol) direkt in das blutende Gefäß kommt es dort zur harzartigen Veränderung der Lösung und zu einem kompletten Ausguss der erweiterten Vene. Die Beigabe des Röntgenkontrastmittels ermöglicht eine Kontrolle über die genaue Lokalisation der Injektionsstelle.

Gummibandligatur und weitere Therapiemöglichkeiten

Nach erfolgreicher Blutstillung können die Varizen mit einer Gummibandligatur versorgt werden. Zunächst wird die erweiterte Vene an das Endoskop angesaugt. Über einen speziellen Aufsatz an der Spitze können kleinste Gummiringe über die Vene geschoben werden, wodurch diese komplett verschlossen wird. Nach einigen Tagen fällt die ligierte Vene mit dem Ring ab und hinterlässt eine kleine Narbe.

Zur akuten Blutstillung kann eine spezielle Ballonsonde in die Speiseröhre eingebracht werden. Damit kann kurzfristig eine Kompression der Krampfadern erreicht werden. Die medikamentösen Therapiemaßnahmen zielen auf eine Drucksenkung im Pfortaderkreislauf hin, die Wirkung ist jedoch nur gering und umstritten.

Bei Versagen der endoskopischen Therapie und anhaltender Blutung ist ein operatives Verfahren indiziert. Das hohe Risiko lässt jedoch nur in Ausnahmefällen einen operativen Eingriff indiziert erscheinen.

TIPSS

Seit einigen Jahren kommt ein interventionelles radiologisches Verfahren bei wiederholten Varizenblutungen mit sehr gutem Erfolg zum Einsatz. Bei einem TIPSS-Vorgehen wird von der Vena jugularis aus (Transjugulär) ein Drain in der Leber plaztiert (Intrahepatisch) und dadurch eine Entlastung des Pfortaderkreislaufes (Porto) mit einem Bypass in den großen Blutkreislauf (Systemisch) durch Einlage eines kleinen Röhrchens (Shunt) bewirkt.

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