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Therapie

Therapie Ein asymptomatischer Zwerchfellbruch bedarf keiner Therapie. Da das Beschwerdenbild durch den Reflux dominiert wird, ist zunächst eine medikamentöse Therapie erfolgreich. Eine komplette Säureblockade durch die neuen Protonenpumpenblocker (z.B.: Losec, Agopton, Zurcal, Pantoloc, Pariet) führt meist rasch zur Besserung. Nach Absetzen der Therapie kommt es jedoch bei einem Zwerchfellbruch rasch zu neuerlichen Beschwerden, bei 20% sogar zu einer weiteren Verschlechterung. Hier stellt sich vor allem bei jüngeren Patienten die Indikation zu einer kausalen Therapie.

 
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Zwerchfellbruch

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Was können neue, moderne Operationstechniken?

Durch die neuen Techniken kann die Operation mit minimal invasiven Methoden durchgeführt werden. Bei der Operation wird zunächst der Magen in den Bauchraum zurückverlagert und das Zwerchfell mit wenigen Nähten eingeengt. Anschließend wird mit dem obersten Magenanteil eine Manschette um die Speiseröhre gelegt, die den Reflux verhindert. Dabei unterscheidet man zwischen der Fundoplicatio nach Nissen (komplette Manschette) und dem Verfahren nach Toupet (3/4 Manschette), die abhängig von der Speiseröhrenmotorik zur Anwendung kommen. So durchgeführt können die Patienten am nächsten Tag bereits wieder kostaufgebaut werden. Da kein großer Bauchschnitt notwendig ist, sind die Patienten rasch wieder mobil und können zumeist am 3. postoperativen Tag wieder entlassen werden.

Es handelt sich bei diesem Eingriff um eine einfache und risikoarme Operation. Sehr seltene, aber mögliche Komplikationen betreffen das Anlegen des Pneumoperitoneums (die Luftinsufflation in den Bauch), Blutungen im Operationsgebiet oder Verletzungen von Speiseröhre oder Milz. Vorübergehend kommt es zu Schluckbeschwerden und auch ein Rülpsen ist nach der Operation nicht mehr möglich. Aufgeklärt werden muss der Patient auch über eine weitreichende postoperative Schonung zur Entlastung der Zwerchfellnaht.

Alternativen für die Zukunft

Alternativen zu diesen Verfahren werden derzeit in mehreren Studien untersucht. Hierzu zählen vor allem die endoskopischen Techniken, bei denen ein inertes Material in den unteren Ösophagusmuskel injiziert wird um den Druck dort lokal zu erhöhen. Dr. Swain hat eine Nähmaschine entworfen, die endoskopisch eingesetzt wird und eine Naht der Speiseröhre ohne Eröffnung des Bauchraumes ermöglicht. Der Eingriff ist ambulant durchführbar und dauert eine halbe Stunde. Leider haben sich die guten Resultate von Dr. Swain bisher nicht entsprechend reproduzieren lassen.

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