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Der Erkrankung liegt eine entzündliche Reaktion der gesamten Darmwand zugrunde. Bei Befall der Schleimhaut bilden sich Geschwüre aus. Eine Schwellung der gesamten Darmwand führt zu einer Einengung, die eine Passagebehinderung oder sogar einen Darmverschluss verursachen kann. Außerdem besteht eine Neigung zu Fistelbildungen, das sind Verbindungsgänge, die sich als Folge der Entzündung zwischen aneinanderliegenden Darmschlingen ausbilden.
Die Erkrankung verläuft schubweise mit spontaner, unvorhergesehener Verschlechterung und Phasen relativen Wohlbefindens (Remission). Der Morbus Crohn kommt bei Männer und Frauen etwa gleich häufig vor. Zumeist tritt die Erkrankung bereist um das 20 Lebensjahr auf. Ein zweiter Gipfel liegt zwischen dem 50 - 70 Lebensjahr.
Ursachen und Entstehung
Die Ursachen, die zur Entstehung des Morbus Crohn führen sind derzeit nicht geklärt. Neben einer gewissen genetischen Disposition (familiäre Häufung) wird vor allem eine immunologische Ursache angenommen. Dabei kommt es zur Ablagerung von zirkulierenden Immunkomplexen (das sind vom Körper gegen körperfremde Substanzen gebildete Abwehrstoffe) in dem befallenen Darmabschnitt.
Ob eine Nahrungsmittelkomponente besteht ist umstritten. Auffallend ist lediglich, dass bei Patienten mit Morbus Crohn oft ein erhöhter Zuckerkonsum besteht.
Während der letzten Jahrzehnte konnte eine deutliche Zunahme der Inzidenz (Erkrankungshäufigkeit) festgestellt werden. Dies könnte durch Umwelteinflüsse und Veränderungen der Lebensweise erklärt werden.
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